Lernt man besser, wenn man woanders ist?


Die Forschung sagt: ja, und zwar deutlich.

WARUM DIE LERNUMGEBUNG ÜBER DEN LERNERFOLG ENTSCHEIDET
Bereits 20 Minuten in der Natur senken den Cortisolspiegel nachweislich – jenes Stresshormon, das Konzentration, Gedächtnis und Lernfähigkeit direkt beeinträchtigt. Laut Dr. John Ratey, Professor an der Harvard University, aktiviert Bewegung an der frischen Luft Neurotransmitter, die Aufmerksamkeit, Lernen und Motivation steigern. Wer lernt, während sich sein Nervensystem in einem Zustand der Erholung befindet, nimmt mehr auf, behält länger und ist motivierter. Nicht weil er disziplinierter ist, sondern weil sein Körper es ihm einfacher macht.

WARUM DAS MEER BESONDERS IST
Meeresluft ist ein natürliches Salzaerosol, das Magnesium, Kalium, Calcium und weitere Spurenelemente enthält. Diese winzigen Salzpartikel gelangen tief in die Atemwege, wirken entzündungshemmend und fördern nachweislich das allgemeine Wohlbefinden. Der Klang der Meereswellen aktiviert die Gehirnwellen und fördert meditative Zustände, die zu tieferer Entspannung führen. Studien zeigen, dass der Aufenthalt am Meer die Ausschüttung von Serotonin und Endorphinen stimulieren kann.

Im Ayurveda gilt das Meer seit Jahrtausenden als Kraftquelle. „Alles Leben stammt aus dem Meer, und wer sich dem Meer öffnet, findet Anregung und Entspannung“, schrieb bereits Hippokrates. Aus ayurvedischer Sicht verbindet das Meer die drei großen Naturkräfte: die erdende und aufnehmende Qualität des Salzes in Kombination mit der reinigenden Kraft des Wassers und die belebende Energie der Sonne. Wer sich täglich in diesem Dreiklang bewegt, betritt den Unterricht in einem physiologischen Ausnahmezustand, offener, ruhiger und aufnahmefähiger als zu Hause. 

Ein Seminar in einem Bürogebäude in der Stadt und dasselbe Seminar am Meer sind schlicht nicht dasselbe Erlebnis.

Katja hat genau das erlebt. Sie schreibt nach ihrem Qigong-Retreat in Kroatien:
„Ich ging komplett unwissend für 1 Woche nach Kroatien um Qigong zu erlernen. Neugierig und angetrieben von einem Kompaktkurs fern der Heimat, war ich recht schnell Feuer und Flamme. Die einzelnen Bewegungen in der Vielzahl zusammenzubauen war für mich als Neuling nicht ganz einfach, allerdings haben das Umfeld, das Meer, das Klima, die Leute und einfach weg vom Alltag mich auf die angenehmste Art und Weise angetrieben. Man fühlte sich nie allein gelassen. Urlaub und Lernen schließen sich definitiv nicht aus. Ich würde es sofort wieder machen.“

Wie war deine beste Lernerfahrung? Und wo hat sie stattgefunden?

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